In unserer heutigen Gesellschaft ist Flexibilität ein unumgänglicher Faktor, der uns Tag ein, Tag aus begleitet. Dazu zählt in den meisten Fällen, dass man Autobesitzer sein sollte. Wenn aber ein erster Wagen oder auch ein neues Modell angeschafft werden soll, gilt es ein paar Dinge vorab zu wissen, damit man nicht direkt bei der ersten Fahrt von der Polizei fröhlich aus dem Verkehr gewunken wird.

Kurzzeitkennzeichen kommen hier im Regelfall zum Einsatz, um eine allgemeine Sicherheit zu gewähren, denn diese sind dazu gedacht, um beispielsweise ein neu erworbenes Fahrzeug vom Händler zum Wohnort zu überführen oder auch vorab eine Probefahrt zu machen. Ebenso sind sie häufig in Gebrauch, wenn Bastler oder Oldtimer-Besitzer eine kleine Runde drehen möchten. Aus welchem Grund auch immer Sie ein Kurzzeitkennzeichen benötigen: Die Grundlagen bleiben die gleichen.

Das Kurzzeitkennzeichen

Den Begriff „Kurzzeitkennzeichen“ hat wohl jeder bereits gehört, dennoch kann die Bezeichnung äußerst verwirrend sein: Was genau bedeutet nun „kurz“?

Allgemein gilt, dass das Kurzzeitkennzeichen nur für einmalige Prüfungs-, Probe- oder Überführungsfahrten genutzt werden darf. Die Gültigkeit des Kennzeichens beträgt somit nur 5 Tage. Daher ist der Begriff „5 Tages Kennzeichen“ auch weit leichter und eindeutiger zu verstehen. Zudem ist auch zu beachten, dass es seit dem 01. April 2015 von Nöten ist, dass das Fahrzeug eine gültige Hauptuntersuchung vorweisen können muss. Einzige Ausnahmen sind hier die Hin- und Rückfahrt zu einer Prüfstelle, an der ein solches Kennzeichen ausgegeben werden soll sowie eine Fahrt zur Werkstatt, an der Mängel repariert werden, die die nötige Verkehrssicherheit einschränken würden. Beide Arten der Ausnahmen sind nur im Zulassungsbezirk möglich.

Um ein solches Kennzeichen zu erhalten, sollten Sie im Vorfeld prüfen, ob Sie alle nötigen Unterlagen parat haben. Unumgänglich ist die Vorlage des gültigen Personalausweises oder Reisepasses – falls Sie stellvertretend für den Fahrzeughalter ein Kurzzeitkennzeichen organisieren, benötigen Sie eine schriftliche Vollmacht des Halters sowie den gültigen Personalausweis oder Reisepass dieser Person. Ähnliches gilt bei minderjährigen Mitbürgern, denn auch diese benötigen von ihren Eltern selbige schriftliche Vollmacht samt gültigem Personalausweis oder Reisepass. Auch die angesprochene Gültigkeit der Hauptuntersuchung müssen Sie vorweisen, falls die genannten Ausnahmen nicht zutreffen.

Zudem müssen Sie einen Verwendungszweck für den Wagen angeben können, der benennt, wozu das Fahrzeug genutzt werden soll (beruflich/ privat). Die Kosten hier für sind überschaubar. So fallen etwa 10,00 € für die Zuteilung an und dazu pro Schilderpaar etwa 20,00 € bis 30,00€ – den exakten Preis können Sie in Ihrer Zulassungsstelle auch im Vorfeld erfragen. Wichtig ist, dass Sie hier auch die Versicherungsbestätigungskarte vorzeigen.

Kurzzeitkennzeichen Versicherung

Die Versicherungsbestätigungskarte (bis 2002 als „Doppelkarte“ bekannt), weist auf, wie und wo Ihr Wagen versichert ist. Da auch bei einem Kurzzeitkennzeichen eine Versicherung von Nöten ist, um sicher im Straßenverkehr teilnehmen zu können, wird diese gleich bei der Beantragung überprüft. Die Versicherung kann leicht und schnell online beantragt werden. Dabei kommt nun die wichtige „eVB-Nummer“ ins Spiel. „eVB“ bedeutet schlicht „elektronische Versicherungsbestätigung“, welche via E-Mail oder auch in Briefform bei Ihnen ankommt. Versichern können Sie sich bei Ihrer bereits bekannten Versicherung, aber auch ebenso bei einem abweichenden Anbieter. Die eVB-Nummer bekommen Sie direkt nach Abschluss der benötigten Versicherung zugesendet und wird letzten Endes bei der Zulassungsstelle vorgezeigt. Über elektronischen Weg kann die Zulassungsstelle dann Ihren Versicherungsschutz prüfen und Sie samt Kurzzeitkennzeichen vom Hof auf die Straße lassen.

Tipp:
Die Versicherung für ein Kurzzeitkennzeichen können Sie günstig online beantragen auf www.easy-kurzzeitkennzeichen.de.